Kurze und ultrakurze Zahnimplantate

Kurze Implantate sind nicht als gesonderte Implantat-Form anzusehen, da sie in Aufbau und Funktion vergleichbar mit den Standard-Implantaten sind. Viel eher sind kurze Implantate eine gängige Produktionslinie der meisten Implantathersteller, die ihre bewährten Implantat-Systeme auch längenreduziert anbieten (unter 10 mm). Auch werden oft sogenannte ultrakurze Implantate (6 mm und weniger) angeboten.

Vergleich zwischen einem standard Zahnimplantat und einem kurzen Implantat
Ein normales Implantat und ein kurzes Implantat

So zuverlässig wie die Großen: Kurze Implantate

Kurzen Implantaten traute man eine Zeit lang nicht viel zu. Sie konnten nicht so stabil und sicher sein, wie Standardmodelle (früher 10 mm und länger). Zum Einsatz kamen sie nur um „leichte“ Aufgaben zu übernehmen: Als unterstützendes Implantat, oder nur für kleine/kurze Zähne.

Kurze Implantate statt Knochenaufbau

Nach dem heutigen Erkenntnisstand wurden kurzen Implantate allerdings zu unrecht als nicht vollwertig tituliert.

Durch eine Vielzahl von Studien und langen Beobachtungszeiträumen konnte belegt werden, dass kurze Implantate den Normalen in Sachen Belastbarkeit und Langlebigkeit in nichts nachstehen.

Implantate mit 8-9 mm Länge sind heutzutage die Norm. Die Möglichkeit, durch kurze Implantate einen Knochenaufbau zu umgehen und trotzdem eine erfolgreiche Implantatversorgung zu erhalten, ist eine bedeutsame Entwicklung in der modernen Implatologie.

Ultrakurze Implantate noch in der Erprobungsphase

Ob ultrakurze Implantate vergleichbar gute Ergebnisse liefern, wie kurze oder Standard-Implantate, ist noch nicht raus. Viele Implantologen setzen erfolgreich ultrakurze Implantate ein.

Bei besonders kurzen Implantate befürchtet man, dass schon ein geringer Knochenabbau um das Implantat (durch eine Periimplantitis zum Beispiel) zum Verlust des Implantats führen kann.